Die Welt der Haie
Hai Unfälle
Wir brauchen die Haie
Haie
Die Welt der Haie

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Haie Gefahr

... aber es gibt nur 64 Unfälle mit Haien

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Sharks threatened
Unsere Ozeane brauchen die Haie

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Die typische Anatomie von Haien

Haie sind keine dummen Fressmaschinen. Ihr Gehirn und Körper sind für das Jagen spezialisiert und hoch entwickelt. Ihr Knorpelskelett ist leicht und elastisch. Ihre ölhaltige Leber dient als Auftriebskörper und als Energiespeicher. Der spiralig gefaltete Darm ist eine Besonderheit der Knorpelfische. Spezielle Adernnetze (Wundernetze) ermöglichen es einigen Arten, ihre Körpertemperatur, wie die Vögel und Säuger, über der Umgebungstemperatur zu halten.

 

Hai Anatomie
Hai Anatomie
Photo © Hai-Stiftung

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Knorpelskelett Katzenhai

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Knorpelskelett

Knorpelskelett Katzenhai
Knorpelskelett Katzenhai

Knorpelskelett eines Katzenhais



Knochenskelett Dorsch
Knochenskelett Dorsch

Knochenskelett eines Dorsches


Haie haben eine Wirbelsäule, sie gehören damit zu den Wirbeltieren. Ihre Wirbelsäule und ihr ganzes Skelett sind jedoch nicht wie bei den Knochenfischen wie Dorsch, Thunfisch oder Lachs, aus Knochen, sondern aus Knorpel. Aus diesem Grund gehören die Haie, zusammen mit Rochen und Chimären, zur Klasse der Knorpelfische. Die Klasse der Knorpelfische hat sich von der der Knochenfische vor über 400 Millionen Jahren getrennt.

Ein Knorpelskelett hat Vorteile, speziell bei wasserlebenden Arten. Es ist leichter und elastischer als ein Skelett aus kalkhaltigen Knochen. Dennoch bietet es die nötige Rubustheit, um auch sehr grosse Haie wie Wal- oder Risenhaie, die über 10 m lang werden, zu stützen. Und es kann, in Regionen die stark belastet werden wie z.B. den Kiefern, sekundär mit Knochensubstanz verstärkt werden.

Leider hat dieses praktische Skelett auch seine Nachteile. Die Flossen der Haie mit ihren vielen knorpeligen Flossenstrahlen sind für Millionen Haie jährlich das Todesurteil. Aus einem nicht näher bekannten Grund ist die Haiflossen Suppe in Asien zu einem prestigeträchtigen Essen geworden. Am Geschmack der Knorpel kann es nicht liegen, sie schmecken nach fast nichts.

Hai Leber

Photo © Hai-Stiftung

Die Leber

Hai Leber
Hai Leber
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Die Leber eines Riesenhais

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Die Leber der Haie kann sehr gross werden (bis 30% des Körpergewichtes) und enthält bis zu 90% verschiedene Fette und Öle, die leichter als Wasser sind. Haie nutzen ihre Leber deshalb auch als Auftriebskörper, was sie zu sehr eleganten Schwimmern macht.
Die meisten Knochenfische haben eine Luftblase, die für den Auftrieb und manchmal für Ärger sorgt. Luft dehnt sich bei höherer Temperatur viel stärker aus als Öl. Wenn ein Knochenfisch in eine wärmere Wasserregion gerät, treibt er entweder nach oben oder muss sich der überschüssigen Luft durch Rülpsen entledigen.

Die Leber dient vornehmlich als Nahrungsreserve und kann bei längerem Fasten bis auf die Hälfte ihres Volumens schrumpfen. Sie wird aber auch vielen Haien zum Verhängnis, denn ihretwegen werden einige Arten gejagt. Hai-Leberöle werden als Nahrungszusatz, Basis für Schmier- und Reinigungsmittel, in der Ledergerbung oder der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie verwendet. Der bei vielen Kindern berüchtigte Lebertran stammt entweder vom Dorsch oder vom Hai oder ist eine Mischung der beiden.

Aus der Leber von Riesenhaien können bis zu 1000 kg Öl extrahiert werden. Die Jagd auf das Hai-Öl wurde diesen Haien zum Verhängnis. Sie wurden fast bis zur Ausrottung gefischt. Heute stehen sie als stark gefährdete Art unter strengem Schutz.

Spiraldarm

Spiraldarm

Spiraldarm
Spiraldarm

Spiraldarm


Der Spiraldarm ist typisch für Haie. Durch seine speziell spiralig gefaltete innere Wand wird die Absorptionsfläche für Nährstoffe vergrössert, ohne den Darm zu verlängern. So kann die Nahrung optimal aufgenommen und genutzt werden. Die Zahl der Falten schwankt zwischen einigen wenigen und mehreren Dutzend. Die Falten können die Form einer längs zum Darm liegenden Schriftrolle oder eine einfache Ringform haben.

Erwärmte Körperregionen Weisser Hai

Photo © Dietmar Weber

Wärmer ist schneller und besser

Erwärmte Körperregionen Weisser Hai
Erwärmte Körperregionen Weisser Hai
Photo © Dietmar Weber

Erwärmte Körperregionen eines Weissen Hais

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Körpertemperatur

Biologische Vorgänge sind wärmeabhängig, je wärmer desto schneller. Bei einer gewissen Temperatur, beim Menschen z.B. 36 - 37° Celsius, funktioniert ein Organismus optimal. Säugetiere und Vögel können ihre Körpertemperatur, unabhängig von der Umgebungstemperatur, konstant beibehalten. Sie sind gleichwarm. Reptilien, Amphibien, Knochenfische und Haie sind in der Regel wechselwarm. Das heisst, ihre Temperatur kann wie die Umgebungstemperatur stark schwanken.

Heizen mit einem Wärmetauscher

Bei Haien erwärmt sich das Blut beim Durchströmen des Körpers, denn Muskelbewegung und verschiedene chemische Reaktionen erzeugen Wärme. Beim Durchströmen der Kiemen wird dem aus dem Körper kommenden, wärmeren Blut jedoch jegliche Wärme wieder entzogen. So sind zum Beispiel Haie, die Robben jagen, diesen gegenüber im Nachteil, da Robben eine konstant hohe Körpertemperatur haben.
Einige Haie der Familie der Lamniden wie Weisse Haie, Fuchshaie, Makos oder Heringshaie haben jedoch ein Wärmetauscher-Heizsystem entwickelt, das es ihnen ermöglicht, Teile ihres Körpers über der Umgebungstemperatur zu halten. Vor allem Augen, Gehirn, Magen und Flankenmuskeln werden erwärmt. «Warmblütige» Haie können sich schneller bewegen, schneller Reize verarbeiten und schneller verdauen als andere Haie. Die Temperatur in den Flankenmuskeln eines Weissen Hais kann bei einer Umgebungstemperatur von 8° Celsius bis auf 27° Celsius steigen.

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