Die Welt der Haie
Hai Unfälle
Wir brauchen die Haie
Haie
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Haie Gefahr

... aber es gibt nur 64 Unfälle mit Haien

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Sharks threatened
Unsere Ozeane brauchen die Haie

Photo © Paul Hilton

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Die 7 Sinne der Haie

In den Tiefen der Ozeane müssen Jäger ausgezeichnete Sinne haben, um ihre entfernte oder versteckte Beute orten zu können. In über 400 Millionen Jahren Evolution haben sich die Sinne der Haie zu Hochleistungssensoren entwickelt. Sie sehen im Dunklen besser als Katzen, sie können bestimmte Gerüche 10'000 mal besser als wir Menschen wahrnehmen und sie verfügen über einen ausgeprägten Geschmackssinn. Sie hören ausgezeichnet, empfangen und spüren auch noch die kleinsten Druckunterschiede, fühlen Strömungen und können sogar die elektrischen Felder ihrer Beute orten.

 

Sinne
Sinne
Photo © Hai-Stiftung

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Hai Auge

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Sehen


Hai Auge
Hai Auge
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Hai Auge

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Nickhaut
Nickhaut
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Nickhaut zum Schutz des Auges

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Objekte können unter Wasser nur im Bereich zwischen 0 und, je nach Wasserverhältnissen, bis ca. 50 m erkannt werden. Ob Jäger oder Beute, wer besser sieht, ist im Vorteil. Haie sehen gut, durch einen Lichtverstärker oder Tapetum lucidum in der Dämmerung besser als Katzen. Zudem erkennen sie Farben und minimale Kontrastunterschiede. Die Augen sind aus denselben Komponenten aufgebaut, wie die anderer Wirbeltiere.

Um die Augen beim Fressen zu schützen, haben die Grauhaie ein drittes Lid, die Nickhaut, die sie über das Auge schieben können. Andere Haiarten, wie die Weissen Haie, drehen beim Fressen ihre Augen nach hinten, um sie vor Verletzungen zu schützen.

Geruchs- und Geschmackssinn BluePlanetArchive.com

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Geruchs- und Geschmackssinn

Geruchs- und Geschmackssinn BluePlanetArchive.com
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Nase und Mund eines Glatthais

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Geruchssinn

Die Nasenöffnungen der Haie liegen unterhalb der Schnauze. Die Nasenhöhle hat, anders als beim Menschen, keine Verbindung zum Rachenraum. Beim Schwimmen durchströmt das Wasser die mit Geruchsrezeptoren bedeckten Lamellen, die die Nasengrube auskleiden. Vor allem bei bodenlebenden Haien wie Stierkopfhaien oder Ammenhaien befinden sich vor der Nase noch berührungsempfindliche Barteln, die beim Aufspüren von Beute behilflich sind. Der Geruchssinn der Haie ist erstaunlich. Gewisse Substanzen wie zum Beispiel die Aminosäure Serin, ein Bestandteil von Fischblut, riechen sie 100 Millionen mal besser als wir Menschen.

Geschmackssinn

Die Entscheidung, ob eine Beute gefressen wird oder nicht, hängt schlussendlich von deren Geschmack ab. Dies wird, wenn auch sehr selten, Menschen zum Verhängnis. Erregt ein Mensch die Aufmerksamkeit eines Haies, kann es vorkommen, dass ein Hai einen Testbiss macht, um festzustellen, ob der Mensch essbar sein könnte. Viele Haiverletzungen stammen von solchen Testbissen. In der Regel lässt der Hai nach dem ersten Biss, der leider verhängnisvoll sein kann, vom Menschen ab. Bei vielen untersuchten Bissverletzungen fehlt kein Gewebe. Der Hai beisst zwar zu, aber nicht ab. Menschen schmecken eben nicht wie Fisch.

Hai Ohren

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Gehör

Hai Ohren
Hai Ohren
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Ohren eines Haies

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Schall verbreitet sich unter Wasser ca. vier mal schneller als an Land, wobei niedrige Frequenzen weniger schnell verschwinden als hohe. Hören ist entsprechend ein wichtiger Sinn für die Haie. Sie reagieren besonders auf niederfrequente, pulsierende Schwingungen im Bereich von 25 bis ca. 600 Herz. Dies ist der Frequenzbereich der Schwingungen von kranken oder verwundeten Tieren. Einige Haiarten können so ihre Beute über mehrere Hundert Meter exakt orten.
Obwohl Haie keine sichtbaren Ohren besitzen, ist ihr Gehör einer ihrer wichtigsten Sinne für die Jagd. Vor allem ihr Innenohr ist ausgezeichnet entwickelt. Es nimmt jedoch nicht nur Geräusche wahr sondern ist, wie beim Menschen, auch für das Gleichgewicht und die Orientierung zuständig.
Die zwei Gehörorgane liegen in den Schädelknorpel eingebettet, unmittelbar hinter und über den Augen. Sie sind nur je durch einen endolymphatischen Gang, der in einer winzig kleinen Pore oben am Kopf endet, mit der Aussenwelt verbunden.

Laterallinie BluePlanetArchive.com

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Wasserdrucksensoren

Laterallinie BluePlanetArchive.com
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Laterallinie (gepunktete Linie) eines Glatthais

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Druckwellen

Druckwellen werden von Haien zum einen vom Seitenlinienorgan, zum anderen von vielen über den Körper verteilten Grubenorganen wahrgenommen.

Seitenlinie

Das Seitenlinienorgan der Haie ist in der Kopfregion oft stark verzweigt und verläuft dann relativ gradlinig bis zur Schwanzspitze. Es enthält in Gallerte eingebettete Sinneszellen und ist durch kleine Poren mit der Oberfläche verbunden. Die Gallerte leitet Druckwellen an die Sinneszellen weiter. Das Seitenliniensystem, wie auch das Gehör, ist sehr empfindlich im Bereich der Druckwellen, wie sie von verletzten Fischen ausgesendet werden.

Grubenorgan

Das sogenannte Grubenorgan besteht aus einer Überlappung zweier vergrösserter Placoidschuppen, die eine kleine Grube in der Haut überdecken. Am Grund dieser Grube liegt eine Ansammlung von Sensorzellen. Grubenorgane kommen bei einigen Haien in grosser Anzahl auf dem Rücken, den Seiten und dem Unterkiefer vor. Die genaue Funktion der Grubenorgane ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich registrieren Haie mit ihren Grubenorganen mechanische Reize wie Wasserströmung.

Mako Haut

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Tasten und Fühlen

Mako Haut
Mako Haut
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Haut eines Mako Hais

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Haihaut enthält hochempfindliche Druck- und Temperatursen-soren. Einige dieser Sensoren sind derart empfindlich, dass sie Bewegungen der Haut von nur 0.02 mm registrieren können. Die Haie fühlen mit diesen Sensoren Berührungen, Wasserströmungen und Temperaturänderungen.

Lorenzinische Ampullen

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Elektrischer Sinn

Lorenzinische Ampullen
Lorenzinische Ampullen
Photo © Hai-Stiftung

Lorenzinische Ampullen (Computer generiert)

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Die wohl faszinierendste Sinnesleistung der Haie ist die Wahrnehmung elektrischer Felder. Jedes Lebewesen produziert elektrische Felder, sei es mit seinem Herzschlag, der Muskelbewegung oder dem Gehirn. Ein Beutetier kann sich noch so gut verstecken oder tarnen, seine elektrischen Felder kann es nicht verbergen.

Die Elektrosensoren der Haie sind die Lorenzinischen Ampullen. Sie kommen nur bei Haien und Rochen vor. Sie bestehen aus der eigentlichen Ampulle und einem langen, mit einer gallertartigen Substanz gefüllten Kanal, der in einer Pore endet. Am Kopf und vor allem im Schnauzenbereich der Haie sind hunderte solcher Porengruppen erkennbar. Da die elektrischen Impulse von Beutetieren sehr schwach sind, funktionieren die Elektrosensoren nur in einem Bereich von einigen 10 Zentimetern.

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