Hai-Stiftung
Gefährdet Haie
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Gefährdete Haie

Aussterben ist für immer!

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Photo © Steve de Neef

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Jahres- und Revisionsberichte der Hai-Stiftung seit 1998

Hier finden Sie den aktuellen und letztjährigen Jahresbericht als Web-Seiten. Die Jahres- und Revisionsberichte sind als PDFs abgelegt.

Aktueller Jahresbericht 2021


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Jahresbericht der Hai-Stiftung 2021

April 2022

Generell



Stiftung


Die Covid-19 Pandemie hat auch 2021 die Arbeiten an den Hai-Schutz Projekten der Stiftung stark beeinträchtigt. Speziell die Einschränkungen bei Reisen sowie unsichere und schnell wechselnde Quarantäneauflagen machten es vielen Forschenden unmöglich, ihre Feldarbeiten wie geplant durchführen zu können.

Wissenschaftliche Forschung ist teuer, speziell bei marinen Organismen. So fallen neben den effektiven Forschungsmaterialien oft auch Kosten für Boote, Crew, Treibstoff, Reisen, etc. an. Molekularbiologische Forschung wie z.B. die Analyse von Populationsdynamiken oder die Untersuchung von grossräumigen Wanderungen mittels Satellitensendern verschlingen Unsummen an Forschungsgeldern und können i.d.R. nur von grossen Labors, mit oft mehreren Geldgebern, finanziert werden. Die doch relativ kleine Hai-Stiftung unterstützt oder beteiligt sich, wo sinnvoll, an solchen grösseren Projekten, die gezielt dem Haischutz dienen. Manchmal sind es jedoch kleine, relativ kostengünstige Projekte wie z.B. die Analyse von lokalen Fischmärkten und Landungen von Haien in schlecht untersuchten Regionen, die sehr interessant sein können. Diese werden von grossen Geldgebern, speziell den nationalen Forschungseinrichtungen, selten unterstützt. Mit der Finanzierung solcher Projekte und mit der Vernetzung der Projektleiter untereinander und mit uns zusammenarbeitenden grösseren Labors, kann die Stiftung mit relativ geringem Aufwand viel zum Hai-Schutz beitragen.

Die Hai-Stiftung engagiert sich seit 1997 für den weltweiten Schutz der Haie. Ohne die Unterstützung der vielen kleinen und grossen Spender wäre es unmöglich, unsere Arbeit für die Haie und damit den Schutz der Ozeane zu leisten.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!

Neue Web-Seiten der Stiftung

Im April 2021 gingen die völlig neu überarbeiteten, responsive - also den verschiedenen Endgeräten optimal angepasst - Web-Seiten der Stiftung auf Deutsch und Englisch online. Fast alle Seiten wurden neu erstellt und an das Content Management System Joomla angepasst. Die Datenbankprogrammierung und Seiten mussten ebenfalls vollständig neu in Form von PHP-Modulen erstellt werden. Für den Neuauftritt wurde die Datenbank restrukturiert und mehrfach aktualisiert sowie neue Photos beschafft, so dass jetzt von fast allen Schlüsselarten Photos vorhanden sind. Zudem wurden einige Verbreitungskarten integriert. Der Hai Online-Shop ist jetzt eine eigenständige, professionelle Open-Source Lösung mit Einbindung von PayPal, Stripe, Banküberweisung und für die Schweiz Einzahlungsscheinen. Auch Spenden können in einem separaten Modul mit PayPal und Stripe angeboten und verarbeitet werden.
Der Aufwand für den Unterhalt und Testen der Web-Seiten hat sich zwar massiv erhöht, auf der anderen Seite werden der attraktive Shop und die Spendenseiten wesentlich intensiver genutzt als früher.

EEA Konferenz Leiden, Holland

Die für Herbst 2020 in Leiden, Holland, geplante jährliche Konferenz der EEA (Europäischen Elasmobranchier Gesellschaft) musste wegen Covid-19 leider abgesagt werden. Auch eine online Variante der Konferenz mit Video-Vorträgen konnte nicht realisiert werden. Die jährliche Mitgliederversammlung der EEA fand jedoch in Januar 2021 via Videokonferenz statt.
Vom 3. bis 5. November 2021 fand die Konferenz dann in Leiden (Holland) im Naturalis Biodiversity Center statt, kurz bevor Holland die Corona-Massnamhen wieder stark verschärfte. Dr. Alexander Godknecht (Hai Stiftung) vertrat die Schweiz an der Konferenz.

Publikationen

Die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Resultaten, die vor der Veröffentlichung von Spezialisten kontrolliert wurden (Peer-Review), ist eines der wichtigsten Ziele der Forschung. Nur durch diese Veröffentlichungen können andere Wissenschaftler und die Öffentlichkeit von den Resultaten profitieren. Darum ist die Hai-Stiftung sehr stolz, dass bis heute mindestens 88 wissenschaftliche Publikationen durch die von ihr unterstützten Projekte entstanden.

2021 erschienen 4 Publikationen von Projekten der Hai Stiftung: Haifleisch Handel in Griechenland (iSea), Populationsanalysen von Sechskiemerhaien und Tigerhaien (Prof. Shivji) und über das Weisse Hai Projekt (Ocearch).
3 von der Stiftung unterstützte wissenschaftliche Projekte wurden im Newsletter 3/2021 der IUCN Shark Specialist Group vorgestellt: die Analyse der lokalen Fischerei in Ghana, Verkauf von Haifleisch in Griechenland und das Walhai Projekt von Dr. Simon Pierce.

 

US Shark Foundation

Die US Shark Foundation wurde auch 2021 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung und der Direktor der US Shark Foundation, Prof. Mahmood Shivji, haben sich jedoch entschlossen, die US Stiftung ab 2022 nicht mehr weiter zu führen. Die in den USA entstehenden Kosten (Registration/Anwaltskanzlei) übersteigen seit Jahren die Einkünfte bzw. Spenden und das Geld wird besser direkt in Haischutz Projekte als in administrative Kosten investiert. Die Registration der US Shark Foundaton als gemeinnützige Stiftung in Florida soll 2022 nicht mehr verlängert und die US Stiftung aufgelöst werden.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 60'000

 


Projekte



Hai-Ausstellung


Die Ausstellung ist eingelagert und wir suchen wieder neue Ausstellungsorte.

Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 270'000 CHF

Populationsgenomik grosser Haiarten

Das Projekt, das vom Labor von Prof. Mahmood Shivji geleitet wird, umfasst molekulargenetische Analysen verschiedener grosser Hochseehaie wie z.B. grosse Hammerhaie, Makos, Weisse Haie, Sechskiemerheie oder Weissspitzen Hochseehaie. Mit Hilfe der Analysen sollen globale genetische Verbindungen zwischen Populationen von speziell grossen Hochsee- und anderen bedrohten Haiarten molekularbiologisch untersucht werden.

Genetische Verbindungen geben Auskunft darüber, ob einzelne Populationen isoliert sind oder sich mit anderen Populationen mischen und somit Verluste durch Zuwanderungen kompensiert werden können. Wegen Corona waren sowohl Labor- als auch Feldarbeiten 2021 nur mit grossen Unterbrüchen möglich. Das Team um Prof. Shivji publizierte 2021 zwei wissenschaftliche Arbeit über die genetischen Verbindungen der globalen Sechskiemerhai Populationen und globale Populationsstrukturen der Tigerhaie.

Unterstützung: 2021 10'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 58'400 CHF

Globale Analyse von Migrationen grosser Haiarten

Viele Haiarten gehen weltweit massiv zurück, hauptsächlich durch erhöhten Fischereidruck wegen ihres Fleisches und speziell der Flossen. Als Top-Jäger wachsen grosse Haie jedoch langsam, werden spät geschlechtsreif und haben nur wenige Junge. Dies macht sie besonders empfindlich gegenüber Überfischung.

Speziell Hochseehaie bewegen sich häufig in den Regionen, in denen auch die internationalen Fischereiflotten aktiv sind. Eine Analyse ihrer Wanderungen ist deshalb besonders wichtig. Wegen Corona waren sowohl Labor- als auch Feldarbeiten des Labors von Prof. Mahmood Shivji 2021 nur mit grossen Unterbrüchen möglich.

Unterstützung: 2021 8'370 CHF
Investitionen bisher: ca. 40'600 CHF

Kinderstuben

Das Projekt Hai-"Kinderstuben" in Rookery Bay, 10'000 Islands, Florida, wird seit dem Jahr 2000 von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. Die Region wird von Haien als primäre Kinderstube (Neugeborene) und sekundäre Kinderstube (Junghaie ab 1 Jahr) benutzt. Die Untersuchungsregion umfasst die Fakahatchee, Faka Union und Pumpkin Bay. Die Sumpfregion, deren Wasser in diese Bays abfliesst, wurde vor über 20 Jahren für ein Landgewinnungsprojekt trocken gelegt. Das Projekt scheiterte. Erst vor einigen Jahren hat sich der Staat Florida dazu entschlossen, die ursprüngliche Sumpflandschaft wiederherzustellen. Dieses Projekt verzögerte sich jedoch stark und ist bis heute noch nicht beendet. Doch langsam zeigen sich Resultate. Die Süsswassermenge, die früher durch Kanäle ins Meer abgeleitet wurde um den Sumpf trockenzulegen, nimmt ab. Ziel der Untersuchungen ist es festzustellen, wie sich die Änderung der Salinität in den Kinderstuben auf die Junghaie auswirkt.

Die Stiftung investiert weiterhin bei Bedarf in das Projekt.

Unterstützung: 2021 -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 61'500 CHF

Haischutz Zone Fidschi

Das Fidschi Haischutz Park Projekt ist heute selbsttragend. Die Stiftung wird, falls notwendig, dem Projekt finanziell zur Seite stehen. Ende 2013 hat Mike Neumann um die weitere Unterstützung des Projekts "Fiji Shark Count" gebeten, das ab 2012 eine Bestandesaufnahme aller Haie in der Region zum Ziel hat. Der "Fiji Shark Count" läuft und wurde 2013/14 von der Stiftung mitfinanziert. 2015 wertete Christine Ward-Paige von der Dalhousie University, Halifax, die während des "Fiji Shark Count"gesammelten Daten aus.

Die Stiftung investiert weiterhin bei Bedarf in das Projekt.

Unterstützung: 2021 -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 41'800 CHF

Migration grosser Küstenhaie in Jupiter, FL, und Bahamas

Grosse Hammerhaie Jupiter/Bimini/Bahamas


Hammerhai Arten sind in vielen Gebieten stark überfischt. Im März 2014 wurden die Grossen Hammerhaie sowohl in den Appendix II der CITES Konvention als auch in die Rote Liste des IUCN als gefährdet aufgenommen. Sie wandern über weite Strecken durch die Hoheitsgebiete verschiedener Nationen. Aus diesem Grund sind sie auch im Annex I der UN Konvention für intensiv wandernde Arten ("Highly Migratory Species"), die eine starke Kooperation aller beteiligten Länder beim Management dieser Arten fordert.
Hammerhaie finden sich häufig im Beifang, werden aber auch aktiv befischt, da ihre Flossen einen hohen Marktwert erzielen. Den Beifang zu regulieren und zu fordern, dass Hammerhaie wieder zurück ins Meer geworfen werden müssen, macht wenig Sinn, da die Mortalität der Hammerhaie im Beifang mit ca. 90% die höchste aller Haiarten ist. Aus diesem Grund müssen die Aufenthaltsorte, saisonale Raumnutzung und Verhalten dieser Hammerhai Arten wesentlich besser bekannt sein, um sie effizienter schützen zu können.

Das Projekt startete gut. Nach dem Tod von Prof. Samuel Gruber im April 2019 und durch die Covid-Pandemie 2020/2021 geriet es jedoch stark in Verzug. Im Jahr 2021 wurden vom Team um Matthew Smukal und weiteren Forschern 4 wissenschaftliche Arbeiten publiziert.

Unterstützung: 2020 - 2021/22: 18'700 CHF
Investitionen bisher: ca. 86'200 CHF

Walhaie

2021 wurde auch die Arbeit des Teams um Dr. Simon Pierce und Dr. Chris Rohner massiv durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt. Dennoch konnten einige Projekte erfolgreich weiter geführt werden.

Einige High-Lights: Die Meeresregion um Inhambane, Mozambique, wurde dank der Forschungsarbeiten von Simon Pierce und seinem Tem zum "Hope Spot" der ""Mission Blue" von Silvia Earle gewählt. Simon Pierce war Co-Author des umfassenden Buches über Walhaie "Whale Sharks: Biology, Ecology, and Conservation". Das Buch erschien 2022 bei CRC Press. Auf der Basis der Arbeiten von u.a. Simons Team wurde der marine Schutzraum um Galapagos erweitert und eine geschützte Wasserstrasse für bedrohte marine Tiere bis zu den Cocos Islands eingerichtet. Die Marine Megafauna Foundation hat in Tofo, Mozambique, ein neues Umwelt Zentrum eröffnet, das allen Interessierten Schulung-, Informations- und Trainingsmöglichkeiten bietet. Anhand von Analysen von genetischen Sequenzen konnte gezeigt werden, dass die Walhaie von Mozambique nahe Verwandte der Walhaie im Roten Meer sind.

Unterstützung 2021: ca. 9'200 CHF.
Investitionen bisher: ca. 120'100 CHF

Weisse Haie im Nordatlantik: Hormon und Mikroplastik Analyse

Weisse Haie sind als Top-Räuber der Ozeane Endpunkte der Nahrungsketten. Somit akkumulieren sie Umweltgifte wie Quecksilber und Mikroplastik. Die in Zusammenarbeit mit Ocearch erfolgende Untersuchungen der Weissen Hai Populationen sollen Auskunft über deren Gesundheitszustand geben.

Der Tierarzt Michael Hyatt wird bei seinen Untersuchungen der Mikroplastik Akkumulation bei Weissen Haien, bei der Analyse des generellen Gesundheitszustandes der Populationen und bei den Stress Untersuchungen beim Fang und den Untersuchungen an Bord unterstützt.

Das Projekt wird bis 2022 weitergeführt, da das Ziel von der Analyse von je 20 einjährigen, jungen, jugendlichen und erwachsenen Weissen Haien noch nicht erreicht wurde. Bis Ende 2021 wurden 73 Haie der unterschiedlichen Altersgruppen analysiert. Die Resultate wurden an 4 Konferenzen der Amerikanischen Elasmobranchier Gesellschaft präsentiert sowie in einer wissenschaftlichen Publikation. Da die verschiedenen Analysen wie Mikroplastik, Stresshormone, Quecksilber, Ernährungsphysiologie etc. der Altersgruppen noch nicht vollständig beendet wurden, werden 2022/23 weitere Publikationen erwartet.

Erste Analysen zeigen, dass Weisse Haie Mikroplastik akkumulieren. Mikroplastik kann nicht nur die Kiemen verstopfen sondern auch in den Blutkreislauf eindringen. Gefährlich dabei ist, dass Mikroplastik gefährliche Umwelttoxine bindet, die so via das Blut in die Körperzellen gelangen und Langzeitschäden verursachen können. Die Untersuchungen der Wanderungen der verschiedenen Altersgruppen und Geschlechter im östlichen Nordatlantik resultierten in neuen Erkenntnissen über Paarungsgebiete, Aufenthaltsbereiche von schwangeren Weibchen und bis zu einjährigen Haien. Das Verbreitungsgebiet konnte auf den hohen Norden von Kanada erweitert werden. Diese neunen Erkenntnisse werden mithelfen, die Weissen Haie im Nordatlantik besser zu schützen.
Das Ocearch Team plant 2022 im Mittelmeer nach Weissen Haien zu suchen.

Unterstützung 2021: 9'300 CHF
Investitionen bisher: ca. 29'400 CHF

Haischutzprojekt Kap Verde

Westafrikas Kap Verde ist ein Archipel von zehn Vulkaninseln, Heimat von über 60 Hai- und Rochenarten, darunter Walhaie, Tigerhaie und Mantas. Diese Arten werden in Westafrika seit vielen Jahren unkontrolliert ausgebeutet. Die Kapverdischen Inseln - insbesondere Brava und Maio - sind jedoch insofern aussergewöhnlich, als sie das einzige Land in dieser Region sind, in dem Haie und Rochen nicht intensiv befischt werden, was sie zu einem Hotspot für diese Arten und zu einem der letzten Rückzugsgebiete im Nordostatlantik macht

Nach den diversen Corona-Lockdowns 2020/21 wurde Ende 2021 das Projekt langsam wieder aufgenommen. Diverse Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Schutz der Beutefische von Haien und der Kampf gegen illegale industrielle - und Sport Fischerei tragen erste Früchte.

Unterstützung 2021: 10'000 CHF
Unterstützung bisher: ca. 20'000 CHF

Einheimische Fischerei in Angola

In Westafrika wird ein bedenklicher Rückgang von Haien festgestellt, hauptsächlich durch den immer noch steigenden Bedarf an Hai-Flossen im asiatischen Raum. Speziell Grosse Hammerhaie, Zitronenhaie und Bullenhaie verzeichnen einen bedrohlichen Rückgang. Aber auch viele andere Haiarten sind betroffen.

Angola liegt im nördlichen Teil des so genannten "Benguela Current Large Marine Ecosystem (BCLME)". Das BCLME ist eine äusserst produktive Meeresregion, da durch den Zusammenfluss des Benguela - und Angola Stroms Wirbel entstehen, die nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche bringen.

Die Nachfrage nach Hai-Flossen hat speziell in den letzten 10 Jahren in Angola dazu geführt, dass die einheimische Küstenfischerei massiv angestiegen ist (Quelle FAO, United Nations Food and Agricultural Organization). Genaue Daten über die gezielte Hai-Fischerei liegen jedoch nicht vor und sollen in dem Projekt erhoben werden.

Das Projekt schreitet gut voran. Ein zweiter Zwischenbericht mit Daten von verschiedenen Häfen in Angola liegt vor.

2021 wurde Ana Lucia Furtado Soares in die IUCN Shark Specielist Gruppe aufgenommen und wird ihre Arbeiten in Angola als Dissertation weiterführen.

Projektleitung: Ana Lucia Furtado Soares

Unterstützung Vorprojekt: ca. CHF 9'500 über 3 Jahre (2017-2019).
Unterstützung 2021: 5'100 CHF
Investitionen bisher: ca. 13'800 CHF

Neu 2021:
Sozialverhalten von Bullenhaien in Fiji

Die Bullenhai Populationen in Fiji sind sehr gut untersucht. Wie alle Bullenhaie haben sie den Status "fast bedroht" auf der Roten Liste des IUCN. Gerade die Bullenhaie in Fiji sind jedoch stärker bedroht, da sie sich wegen der Distanz von Fiji zu den nächstgelegenen Bullenhai Populationen nicht mit diesen mischen und damit Verluste nicht kompensiert werden können.
Wir wissen einiges über Bullenhaie, über ihr Sozialverhaltenes ist jedoch sehr wenig bekannt. Es ist jedoch bekannt, dass Haie häufig soziale Strukturen entwickeln, Gruppen und Cliquen bilden, von anderen lernen und sich bezüglich individuellem Verhalten unterscheiden. Natasha wird in ihrer Dissertation das soziale Verhalten der Bullenhaie in Fiji genau untersuchen. Folgende Fragen sollen beantwortet werden: gibt es Gruppen- und Cliquenbildung und was sind die Kriterien für Bullenhaie, sich so einer Gruppen/Cliquen anzuschliessen? Bleibt die Zusammensetzung der Gruppen/Cliquen über die Zeit gleich oder fluktuiert sie? Inwieweit spielen Persönlichkeitsmerkmale individueller Haie bei der Gruppenwahl eine Rolle? Gibt es Rollen oder Hierarchien in diesen Gruppen/Cliquen und sind sie stabil oder wechseln sie? Was sind die Vorteile von Gruppen/Cliquen für die Bullenhaie?

Projektleitung: Natasha Dominique Marosi

Unterstützung: ca. CHF 15'000 über 3 Jahre (2021-2023).
Unterstützung 2021: 5'100 CHF
Investitionen bisher: ca. 5'100 CHF

Projekt erfolgreich beendet
Einheimische Fischerei in Ghana

Ghana ist eine der wichtigsten Hai- und Rochenfangnationen in West Afrika. Die Hai- und Rochenfischerei ist einer der grössten Arbeitgeber der Küstenregionen und sichert die Existenz und das Einkommen vieler der ärmsten Kommunen an der ghanaischen Küste.
Das Projekt soll kritische Basisinformationen zur einheimischen Fischerei in Ghana erheben. Hierbei stehen ökologische, kulturelle und sozio-ökonomische Charakteristiken der west-ghanaischen Fischerei im Vordergrund. Spezielle, für eine Region typische Gefahren für Haie werden spezifisch analysiert. Auf der Basis dieser bis anhin fehlenden Daten soll eine nationale Strategie erarbeitet werden, um die Hai- und Rochenbestände Ghanas nachhaltig schützen und bewirtschaften zu können.
Die Resultate des Projekts wurden 2022 in 2 wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht.

Projektleitung: Seidu Issah
Unterstützung 2021: -0- CHF
Unterstützung bisher: ca. 16'450 CHF

Kurzprojekte

Neu 2021: Kritische Gebiete für Haie in Griechenland

Haie sind weltweit bedroht. Aber gerade im Mittelmeer nehmen ihre Zahlen seit Jahren durch starke Überfischung dramatisch ab. Das Meer um Griechenland ist bekannt für seinen Artenreichtum an Haien und Rochen (67 Arten) und deshalb wichtig für den Erhalt der Biodiversität. Der westliche Teil des Mittelmeers ist hinsichtlich Haien und Rochen relativ gut untersucht, der östliche Teil jedoch nicht. Deshalb sind die Gewässer um Griechenland besonders interessant.
Das Projekt wird den Ambrakischen Golf bezüglich möglicher Kinderstuben für Haie untersuchen. Er ist ein teilweise geschlossenes Flachwassergebiet im Ionischen Meer und beherbergt viele grosse MArine Arten wie Delfine, Meeresschildkröten und mindestens 6 Rochenarten. Über dort vorkommende Haiarten ist jedoch nichts bekannt.
Das Projektteam plant, die Hai Bestände, speziell die bedrohten aber im Mittelmeer nicht geschützten Sandbankhaie (Charcharhinus plumbeus) zu untersuchen. Mit Hilfe von Beifang Analysen, Markierungen und sogenannter Citizen-Sience (z.B. die Analyse von privaten Haiphotos, die auf Social Media Online gestellt wurden) soll versucht werden, ein Langzeit-Monitoring der dortigen Haibestände aufzubauen.

Projektleitung: Ioannis Giovos, iSea, Griechenland
Unterstützung 2021/22: 5'200 CHF

Oekologische Analyse der Blauhaie in South Cornwall (England)

Blauhaie (Prionace glauca) sind grosse Hochsee-Haie, die als Top-Jäger global in gemässigten und tropischen Gewässern zu finden sind. Wie auch andere Haiarten sind sie ein wichtiger Regulationsfaktor in ihren marinen Oekosystemen.
Blauhaie werden direkt wegen ihrer Flossen gefangen oder verenden im Beifang der Hochsee Fangflotten. Ihr Status auf der Roten Liste gefährdeter Arten ist "Near Threatened", also kurz vor oder mit starker Tendenz hin zu "Gefährdet". Es fehlen allerdings entsprechend aktuelle Daten, so dass sie möglicherweise bereits als "Gefährdet" eingestuft werden müssten.

Neben der Bedrohung der Blauhaie durch die Fischerei ist bei Top-Jägern auch die Akkumulierung von Umweltgiften ein grosses Problem. So wurden bei Blauhaien bereits weit über den europäischen Grenzwerten liegende Konzentrationen von Arsen und Quecksilber gemessen. Auch PCB (Polychlor Biphenyle), PAH (Polyzyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) können in Top-Jägern akkumulieren und beeinträchtigen deren Gesundheit und Fertilität.


Auch 2021 gab es leider keine grösseren Fortschritte im Projekt, teilweise dadurch, dass die Kosten der Schiffe für die Expeditionen zu hoch waren. Zudem zeigte sich die Entnahme von Gewebeproben von frei schwimmenden Blauhaien als enorm schwierig. Für eine Probenentnahme von Bord aus sind sie zu schnell und wendig. 2021 soll dazu übergegangen werden, die Gewebeproben auf Fischmärkten oder direkt bei bereits gefangenen Blauhaien zu entnehmen.

Projektleitung: Dr. Andrea Gaion, South Devon College

Unterstützung 2021: -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 13'200 CHF

Erfolgreich beendet: Fanganalysen von Sechskiemerhaien im Mittelmeer

Stumpfnasen Sechskiemerhaie gelten zwar gemäss der Roten Liste des IUCN im Mittelmeer als nicht gefährdet, die Fischerei im Mittelmeer ist jedoch schlecht dokumentiert und kontrolliert. Sechskiemerhaie finden sich zudem häufig im Beifang der Tiefseefischerei (bis 2000m). Betrachtet man die abnehmenden Trends der meisten anderen Haipopulationen im Mittelmeer, die bis auf 10-20% ihrer früheren Grösse geschrumpft sind, wirkt diese positive Bewertung als eher unwahrscheinlich und veraltet.
Die Studie soll mit Hilfe von Interviews und Beobachtungen Trends in den Landungen der Sechschiemerhaie im gesamten Mittelmeerraum aufzeigen. Die Studie erstreckt sich über 11 Länder: Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Libyen, Algerien, Tunesien, Montenegro, Albanien, Zypern und Israel. Sie wird gemeinsam mit lokalen Wissenschaftlern und Helfern der jeweiligen Länder durchgeführt. Das Projekt wird Ignazio Nuez von der EEA Mitgliedorganisation Spanien (Submon) koordiniert. Das Projekt ist nicht nur von grossem Interesse für den Hai-Schutz sondern soll auch die Zusammenarbeit innerhalb der verschiedenen EEA-Mitglieder im Mittelmeerbereich fördern, speziell die neuen EEA-Mitglieder Griechenland und Israel.

Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss, eine erste Präsentation der vorläufigen Daten erfolgte am IUCN Workshop in Palma de Mallorca im November 2019. Eine Publikation ist für 2021 in Arbeit.

Projektleitung: Ignasi Nuez, Msc, Submon, Spanien
Unterstützung 2021: -0- CHF
Unterstützung insgesamt: 9'6500 CHF


Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und von Shark Info



Medien-/Öffentlichkeitsarbeit


Die Stiftung und Shark Info beantworteten Fragen, gaben Interviews, redigierten Artikel in diversen Medien und lieferte Expertisen und Tipps rund um das Thema Hai und Hai-Schutz.

Web-Server

Die neuen Web Seiten sind im April 2021 online gegangen. Die Seiten von hai.ch und shark.ch sind bis Anfang Oktober schrittweise auf die neuen Seiten umgeleitet worden. Die Besucherzahlen stiegen entsprechend für hai.swiss und shark.swiss ab Oktober 2021 an. In der Übergangsphase können die Zahlen leider nicht genau ausgewertet werden. Sie präsentieren sich jedoch wie folgt: im Oktober bis November 2021 wurden bei hai.swiss ca. 42'000 Besucher gezählt, die sich ca. 590'000 Seiten ansahen, bei shark.swiss waren es 22'000 Besucher und ca. 161'000 Seiten. Bei hai.ch und shark.ch gingen die Besucher und Seitenaufrufe entsprechend zurück. Insgesamt riefen 2021 knapp 200'000 Benutzer 980'000 deutschsprachige Seiten auf und 110'000 Benutzer knapp 400'000 englischsprachige Seiten. Die Besucher scheinen sich auf unseren neuen Seiten länger zu informieren. Sie sehen sich durchschnittlich 8-11 Seiten an. Auf beiden Seiten hatten mobile Geräte den grössten Anteil. Ende 2022 sollten mit 2020 und früher vergleichbare Daten der neuen Seiten zur Verfügung stehen.


Administrativa



Finanzpolitik der Hai-Stiftung


Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet. Sie untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüschhaie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben.

Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.


Jahresbericht 2020


Logo Hai-Stiftung

Jahresbericht der Hai-Stiftung 2020

Mai 2021

Generell



Stiftung


Die Covid-19 Pandemie hat von Anfang 2020 bis heute die Arbeiten an den Hai-Schutz Projekten der Stiftung stark beeinträchtigt. Speziell die Einschränkungen bei Reisen sowie unsichere und schnell wechselnde Quarantäneauflagen machten es vielen Forschenden unmöglich, ihre Feldarbeiten wie geplant durchführen zu können. Auch Laborarbeiten waren durch temporäre Schliessungen von Universitäten zum Teil beeinträchtigt. Anfang September 2020 erreichten uns jedoch erste positive Nachrichten, dass die Arbeiten in einigen Projekten wieder aufgenommen werden könnten. Anfang 2020 konnte ein Projekt über die Hai-Fischerei in Griechenland erfolgreich abgeschlossen werden.

Wissenschaftliche Forschung ist teuer, speziell bei marinen Organismen. So fallen neben den effektiven Forschungsmaterialien oft auch Kosten für Boote, Crew, Treibstoff, Reisen, etc. an. Molekularbiologische Forschung wie z.B. die Analyse von Populationsdynamiken oder die Untersuchung von grossräumigen Wanderungen mittels Satellitensendern verschlingen Unsummen an Forschungsgeldern und können i.d.R. nur von grossen Labors mit oft mehreren Geldgebern finanziert werden. Die doch relativ kleine Hai-Stiftung unterstützt oder beteiligt sich, wo sinnvoll, an solchen grösseren Projekten, die gezielt dem Haischutz dienen. Manchmal sind es jedoch kleine, relativ kostengünstige Projekte wie z.B. die Analyse von lokalen Fischmärkten und Landungen von Haien in schlecht untersuchten Regionen, die sehr interessant sein können. Diese werden von grossen Geldgebern, speziell den nationalen Forschungseinrichtungen, selten unterstützt. Mit der Finanzierung solcher Projekte und mit der Vernetzung der Projektleiter untereinander und mit grösseren Labors kann die Stiftung mit relativ geringem Aufwand viel zum Hai-Schutz beitragen.

Die Hai-Stiftung engagiert sich seit 1997 für den weltweiten Schutz der Haie. Ohne die Unterstützung der vielen kleinen und grossen Spender wäre es unmöglich, unsere Arbeit für die Haie und damit den Schutz der Ozeane zu leisten.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!

EEA Konferenz Leiden, Holland

Die für Herbst 2020 in Leiden, Holland, geplante jährliche Konferenz der EEA (Europäischen Elasmobranchier Gesellschaft) musste wegen Covid-19 leider abgesagt werden. Auch eine online Variante der Konferenz mit Video-Vorträgen konnte nicht realisiert werden. Die jährliche Mitgliederversammlung der EEA fand jedoch in Januar 2021 via Videokonferenz statt.
Für den Spätherbst 2021 wurde wieder Leiden als Ort für die Konferenz gewählt, natürlich wieder abhängig von der Corona-Situation.

Publikationen

2020 wurden 2 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, die auf Resultaten der von der Hai-Stiftung unterstützten Projekte basierten: eine Publikation über Walhaie, eine weitere im Rahmen des "Great Fiji Shark Count".

Seit 1997 wurden somit insgesamt 79 wissenschaftliche Publikationen, 3 Bücher, diverse Konferenzberichte und Poster sowie diverse Dissertationen und Diplomarbeiten von der Hai-Stiftung unterstützt.

US Shark Foundation

Die US Shark Foundation wurde auch 2020 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Gary und Brenda Adkison haben sich nach über 10 Jahren Leitung der US-Stiftung leider dazu entschlossen, aus dem Stiftungsrat der US-Stiftung auszuscheiden. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich für ihr grosses Engagement bedanken.

Es freut uns sehr, dass wir als neuen Direktor der US Shark Foundation Prof. Mahmood Shivji gewinnen konnten.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 58'000

 


Projekte



Hai-Ausstellung


Die Ausstellung ist eingelagert und wir suchen wieder neue Ausstellungsorte.

Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 260'000 CHF

Populationsgenomik grosser Haiarten

Das Projekt, das vom Labor von Prof. Mahmood Shivji geleitet wird, umfasst molekulargenetische Analysen verschiedener grosser Hochseehaie wie z.B. grosse Hammerhaie, Makos, Weisse Haie oder Weissspitzen Hochseehaie. Mit Hilfe der Analysen sollen globale genetische Verbindungen zwischen Populationen von speziell grossen Hochsee- und anderen Haiarten molekularbiologisch untersucht werden.

Genetische Verbindungen geben Auskunft darüber, ob einzelne Populationen isoliert sind oder sich mit anderen Populationen mischen und somit Verluste durch Zuwanderungen kompensiert werden können.

Wegen Corona waren sowohl Labor- als auch Feldarbeiten 2020 nur mit grossen Unterbrüchen möglich.

Unterstützung: 2020 11'800 CHF
Investitionen bisher: ca. 48'400 CHF

Globale Analyse von Migrationen grosser Haiarten

Viele Haiarten gehen weltweit massiv zurück, hauptsächlich durch erhöhten Fischereidruck wegen ihres Fleisches und speziell der Flossen. Als Top-Jäger wachsen grosse Haie jedoch langsam, werden spät geschlechtsreif und haben nur wenige Junge. Dies macht sie besonders empfindlich gegenüber Überfischung.

Speziell Hochseehaie bewegen sich häufig in den Regionen, in denen auch die internationalen Fischereiflotten aktiv sind. Eine Analyse ihrer Wanderungen ist deshalb besonders wichtig.

Wegen Corona waren sowohl Labor- als auch Feldarbeiten 2020 nur mit grossen Unterbrüchen möglich.

Unterstützung: 2020 7'850 CHF
Investitionen bisher: ca. 32'250 CHF

Kinderstuben

Das Projekt Hai-"Kinderstuben" in Rookery Bay, 10'000 Islands, Florida, wird seit dem Jahr 2000 von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. Die Region wird von Haien als primäre Kinderstube (Neugeborene) und sekundäre Kinderstube (Junghaie ab 1 Jahr) benutzt. Die Untersuchungsregion umfasst die Fakahatchee, Faka Union und Pumpkin Bay. Die Sumpfregion, deren Wasser in diese Bays abfliesst, wurde vor über 20 Jahren für ein Landgewinnungsprojekt trocken gelegt. Das Projekt scheiterte. Erst vor einigen Jahren hat sich der Staat Florida dazu entschlossen, die ursprüngliche Sumpflandschaft wiederherzustellen. Dieses Projekt verzögerte sich jedoch stark und ist bis heute noch nicht beendet. Doch langsam zeigen sich Resultate. Die Süsswassermenge, die früher durch Kanäle ins Meer abgeleitet wurde um den Sumpf trockenzulegen, nimmt ab. Ziel der Untersuchungen ist es festzustellen, wie sich die Änderung der Salinität in den Kinderstuben auf die Junghaie auswirkt.

Die Stiftung investiert weiterhin bei Bedarf in das Projekt.

Unterstützung: 2019 -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 61'500 CHF

Haischutz Zone Fidschi

Das Fidschi Haischutz Park Projekt ist heute selbsttragend. Die Stiftung wird, falls notwendig, dem Projekt finanziell zur Seite stehen. Ende 2013 hat Mike Neumann um die weitere Unterstützung des Projekts "Fiji Shark Count" gebeten, das ab 2012 eine Bestandesaufnahme aller Haie in der Region zum Ziel hat. Der "Fiji Shark Count" läuft und wurde 2013/14 von der Stiftung mitfinanziert. 2015 wertete Christine Ward-Paige von der Dalhousie University, Halifax, die während des "Fiji Shark Count"gesammelten Daten aus.

Die Stiftung investiert weiterhin bei Bedarf in das Projekt.

Unterstützung: 2019 -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 41'800 CHF

Migration grosser Küstenhaie in Jupiter, FL, und Bahamas

Grosse Hammerhaie Jupiter/Bimini/Bahamas


Hammerhai Arten sind in vielen Gebieten stark überfischt. Im März 2014 wurden die Grossen Hammerhaie sowohl in den Appendix II der CITES Konvention als auch in die Rote Liste des IUCN als gefährdet aufgenommen. Sie wandern über weite Strecken durch die Hoheitsgebiete verschiedener Nationen. Aus diesem Grund sind sie auch im Annex I der UN Konvention für intensiv wandernde Arten ("Highly Migratory Species"), die eine starke Kooperation aller beteiligten Länder beim Management dieser Arten fordert.
Hammerhaie finden sich häufig im Beifang, werden aber auch aktiv befischt, da ihre Flossen einen hohen Marktwert erzielen. Den Beifang zu regulieren und zu fordern, dass Hammerhaie wieder zurück ins Meer geworfen werden müssen, macht wenig Sinn, da die Mortalität der Hammerhaie im Beifang mit ca. 90% die höchste aller Haiarten ist. Aus diesem Grund müssen die Aufenthaltsorte, saisonale Raumnutzung und Verhalten dieser Hammerhai Arten wesentlich besser bekannt sein, um sie effizienter schützen zu können.

Das Projekt startete gut. Nach dem Tod von Prof. Samuel Gruber im April 2019 und durch die Covid-Pandemie 2020/2021 geriet es jedoch stark in Verzug. Anfang 2020 wurde das Projekt von Matt Smukall, dem CEO des Shark Lab in Bimini, übernommen.

Unterstützung: 2020 - 2021/22: 18'700 CHF
Investitionen bisher: ca. 86'200 CHF

Walhaie

2020 wurde auch die Arbeit des Teams um Dr. Simon Pierce und Dr. Chris Rohner massiv durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt. Reisen zu ihren Forschungsprojekten waren fast nicht möglich und einige Mitglieder des Teams wurden durch Schliessungen von Grenzen auf der "falschen" Seite des Kontinents festgesetzt.

Dennoch konnten ein paar Erfolge gefeiert werden. Mit dem national REPMAR Gesetz, für das das Team jahrelang gekämpft hatte, wurden Walhaie und Mantas offiziell in ganz in Mosambik legal unter Schutz gestellt. Mit den über Jahre gewonnenen Informationen über Walhaie, Mantas, Schildkröten und andere grosse Meeresbewohner in Mosambik konnte zudem ein Öl- und Gasgewinnungsprojekt im Naturschutzgebiet des Bazaruto Archipels verhindert werden.

Mit Unterstützung der Stiftung wurde Mitte 2020 ein Artikel über Walhaie in Mosambik publiziert.

Unterstützung 2020: ca. 9'900 CHF.
Investitionen bisher: ca. 110'900 CHF

Weisse Haie im Nordatlantik: Hormon und Mikroplastik Analyse

Weisse Haie sind als Top-Räuber der Ozeane Endpunkte der Nahrungsketten. Somit akkumulieren sie Umweltgifte wie Quecksilber und Mikroplastik. Die in Zusammenarbeit mit Ocearch erfolgende Untersuchungen der Weissen Hai Populationen sollen Auskunft über deren Gesundheitszustand geben.

Der Tierarzt Michael Hyatt wird bei seinen Untersuchungen der Mikroplastik Akkumulation bei Weissen Haien, bei der Analyse des generellen Gesundheitszustandes der Populationen und bei den Stress Untersuchungen beim Fang und den Untersuchungen an Bord unterstützt.

Januar/Februar 2020 untersuchte das Ocearch Team zusammen mit verschiedenen Forschern die Weissen Haie im Nordwest Atlantik. Im August und Oktober/November 2020 wurden die Analysen in der Region Massachusetts respektive Nova Scotia wiederholt.

Erste Analysen zeigen, dass Weisse Haie Mikroplastik akkumulieren. Mikroplastik kann nicht nur die Kiemen verstopfen sondern auch in den Blutkreislauf eindringen. Gefährlich dabei ist, dass Mikroplastik gefährliche Umwelttoxine bindet, die so via das Blut in die Körperzellen gelangen und Langzeitschäden verursachen können.

Unterstützung 2020: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 20'100 CHF

Haischutzprojekt Kap Verde

Westafrikas Kap Verde ist ein Archipel von zehn Vulkaninseln, Heimat von über 60 Hai- und Rochenarten, darunter Walhaie, Tigerhaie und Mantas. Diese Arten werden in Westafrika seit vielen Jahren unkontrolliert ausgebeutet. Die Kapverdischen Inseln - insbesondere Brava und Maio - sind jedoch insofern aussergewöhnlich, als sie das einzige Land in dieser Region sind, in dem Haie und Rochen nicht intensiv befischt werden, was sie zu einem Hotspot für diese Arten und zu einem der letzten Rückzugsgebiete im Nordostatlantik macht

2020 bis heute waren irgendwelche wissenschaftliche Aktivitäten auf den Kapverdischen Inseln durch die Corona-Pandemie massiv eingeschränkt.

Unterstützung 2020/21: 10'000 CHF
Unterstützung bisher: ca. 10'000 CHF

Einheimische Fischerei in Ghana

Ghana ist eine der wichtigsten Hai- und Rochenfangnationen in West Afrika. Die Hai- und Rochenfischerei ist einer der grössten Arbeitgeber der Küstenregionen und sichert die Existenz und das Einkommen vieler der ärmsten Kommunen an der ghanaischen Küste.
Das Projekt soll kritische Basisinformationen zur einheimischen Fischerei in Ghana erheben. Hierbei stehen ökologische, kulturelle und sozio-ökonomische Charakteristiken der west-ghanaischen Fischerei im Vordergrund. Spezielle, für eine Region typische Gefahren für Haie werden spezifisch analysiert. Auf der Basis dieser bis anhin fehlenden Daten soll eine nationale Strategie erarbeitet werden, um die Hai- und Rochenbestände Ghanas nachhaltig schützen und bewirtschaften zu können.

Auch die Untersuchungen in Ghana wurden 2020 massiv durch die Corona Pandemie beeinträchtigt. Die eindeutige Identifikation von Hai- und Rochenarten machte jedoch mit Hilfe des Teams aus Angola und Bernard Serret grosse Fortschritte.

Unterstützung: Total während 3 Jahren CHF 18'500.

Projektleitung: Seidu Issah
Unterstützung 2020: 8'150 CHF
Unterstützung bisher: ca. 16'450 CHF

Kurzprojekte

Erfolgreich beendet: Illegaler Handel mit Hai-Produkten in Griechenland

Die griechischen Meeresgewässer haben mit 67 Arten (37 Haiarten, 30 Rochenarten), deren Vorkommen bisher bestätigt wurde, eine bemerkenswerte Artenvielfalt an Haien und Rochen. Basierend auf der jüngsten Bewertung der Roten Liste der IUCN gelten 21 der 37 Haiarten, die in den griechischen Gewässern vorkommen, als bedroht (verletzlich, gefährdet, kritisch). 16 Haiarten sind auf der Grundlage nationaler und internationaler Gesetzgebungen geschützt (einschliesslich der Barcelona-Konvention, der Berner Konvention, CITES, GFCM-Empfehlungen und Präsidialdekrete). Es liegen jedoch keine artspezifischen Daten vor, da es keine spezifische Fischerei auf diese Arten gibt und die meisten dieser Arten aufgrund ihres geringen Handelswerts einfach ins Meer zurückgeworfen werden. Die angelandeten Arten werden in aggregierten Kategorien gemeldet. Da es keine tatsächlichen Daten über die angelandeten geschützten Arten gibt, besteht ein hohes Risiko des illegalen Handels mit geschützten Arten.
Das Projektteam besuchte zwischen Januar und Dezember 2019 Fischmärkte und Auktionen und entnahm kleine Gewebeproben der verkauften Haie. Sie führten zudem Interviews mit Fischhändlern und Kunden durch und starteten eine Medienkampagne.
Die Resultate der DNA-Analysen von 274 Fleischproben zeigte deutlich, dass auch geschützte Haie wie Blauhaie, wahrscheinlich unwissentlich, verkauft wurden.
Die Interviews zeigten unter anderem, dass die Fischhändler ihre Fische unter dem Namen auf der Kaufquittung verkaufen. Diese Namen bezeichnen oft nur Kategorien oder sind falsch. Kunden wissen nicht genau, was für Arten sie effektiv kaufen.
Das Projekt konnte 2019 erfolgreich abgeschlossen werden. Eine wissenschaftliche Publikation resultierte bereits aus dem Projekt, zwei weitere sind in Arbeit.

Projektleitung: Ioannis Giovos, iSea Griechenland
Unterstützung 2019: 6'500 CHF

Fanganalysen von Sechskiemerhaien im Mittelmeer

Stumpfnasen Sechskiemerhaie gelten zwar gemäss der Roten Liste des IUCN im Mittelmeer als nicht gefährdet, die Fischerei im Mittelmeer ist jedoch schlecht dokumentiert und kontrolliert. Sechskiemerhaie finden sich zudem häufig im Beifang der Tiefseefischerei (bis 2000m). Betrachtet man die abnehmenden Trends der meisten anderen Haipopulationen im Mittelmeer, die bis auf 10-20% ihrer früheren Grösse geschrumpft sind, wirkt diese positive Bewertung als eher unwahrscheinlich und veraltet.
Die Studie soll mit Hilfe von Interviews und Beobachtungen Trends in den Landungen der Sechschiemerhaie im gesamten Mittelmeerraum aufzeigen. Die Studie erstreckt sich über 11 Länder: Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Libyen, Algerien, Tunesien, Montenegro, Albanien, Zypern und Israel. Sie wird gemeinsam mit lokalen Wissenschaftlern und Helfern der jeweiligen Länder durchgeführt. Das Projekt wird Ignazio Nuez von der EEA Mitgliedorganisation Spanien (Submon) koordiniert. Das Projekt ist nicht nur von grossem Interesse für den Hai-Schutz sondern soll auch die Zusammenarbeit innerhalb der verschiedenen EEA-Mitglieder im Mittelmeerbereich fördern, speziell die neuen EEA-Mitglieder Griechenland und Israel.

Das Projekt steht kurz vor dem Abschluss, eine erste Präsentation der vorläufigen Daten erfolgte am IUCN Workshop in Palma de Mallorca im November 2019. Eine Publikation ist für 2021 in Arbeit.

Projektleitung: Ignasi Nuez, Msc, Submon, Spanien
Unterstützung 2020: -0- CHF
Unterstützung insgesamt: 9'6500 CHF

Oekologische Analyse der Blauhaie in South Cornwall (England)

Blauhaie (Prionace glauca) sind grosse Hochsee-Haie, die als Top-Jäger global in gemässigten und tropischen Gewässern zu finden sind. Wie auch andere Haiarten sind sie ein wichtiger Regulationsfaktor in ihren marinen Oekosystemen.
Blauhaie werden direkt wegen ihrer Flossen gefangen oder verenden im Beifang der Hochsee Fangflotten. Ihr Status auf der Roten Liste gefährdeter Arten ist "Near Threatened", also kurz vor oder mit starker Tendenz hin zu "Gefährdet". Es fehlen allerdings entsprechend aktuelle Daten, so dass sie möglicherweise bereits als "Gefährdet" eingestuft werden müssten.

Neben der Bedrohung der Blauhaie durch die Fischerei ist bei Top-Jägern auch die Akkumulierung von Umweltgiften ein grosses Problem. So wurden bei Blauhaien bereits weit über den europäischen Grenzwerten liegende Konzentrationen von Arsen und Quecksilber gemessen. Auch PCB (Polychlor Biphenyle), PAH (Polyzyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) können in Top-Jägern akkumulieren und beeinträchtigen deren Gesundheit und Fertilität.


2020 gab es leider keine grösseren Fortschritte im Projekt, teilweise dadurch, dass die Kosten der Schiffe für die Expeditionen zu hoch waren. Zudem zeigte sich die Entnahme von Gewebeproben von frei schwimmenden Blauhaien als enorm schwierig. Für eine Probenentnahme von Bord aus sind sie zu schnell und wendig. 2021 soll dazu übergegangen werden, die Gewebeproben auf Fischmärkten oder direkt bei bereits gefangenen Blauhaien zu entnehmen.

Projektleitung: Dr. Andrea Gaion, South Devon College

Unterstützung 2020: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 13'200 CHF

Einheimische Fischerei in Angola

In Westafrika wird ein bedenklicher Rückgang von Haien festgestellt, hauptsächlich durch den immer noch steigenden Bedarf an Hai-Flossen im asiatischen Raum. Speziell Grosse Hammerhaie, Zitronenhaie und Bullenhaie verzeichnen einen bedrohlichen Rückgang. Aber auch viele andere Haiarten sind betroffen.

Angola liegt im nördlichen Teil des so genannten "Benguela Current Large Marine Ecosystem (BCLME)". Das BCLME ist eine äusserst produktive Meeresregion, da durch den Zusammenfluss des Benguela - und Angola Stroms Wirbel entstehen, die nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche bringen.

Die Nachfrage nach Hai-Flossen hat speziell in den letzten 10 Jahren in Angola dazu geführt, dass die einheimische Küstenfischerei massiv angestiegen ist (Quelle FAO, United Nations Food and Agricultural Organization). Genaue Daten über die gezielte Hai-Fischerei liegen jedoch nicht vor und sollen in dem Projekt erhoben werden.

Das Projekt schreitet gut voran. Ein zweiter Zwischenbericht mit Daten von verschiedenen Häfen in Angola liegt vor.

2021 wurde Ana Lucia Furtado Soares in die IUCN Shark Specielist Gruppe aufgenommen und wird ihre Arbeiten in Angola als Dissertation weiterführen.

Projektleitung: Ana Lucia Furtado Soares, Dr. Rima Jabado (Environment Agency Abu Dhabi)

Unterstützung: ca. CHF 9'500 über 3 Jahre (2017-2019).
Unterstützung 2020: -0- CHF
Investitionen bisher: ca. 8'700 CHF


Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und von Shark Info



Medien-/Öffentlichkeitsarbeit


Die Stiftung und Shark Info beantworteten Fragen, redigierten Artikel in diversen Medien und lieferte Expertisen und Tipps rund um das Thema Hai und Hai-Schutz.

Web-Server

2020 verzeichnete der Web-Server der Hai-Stiftung ca. 156'700 eindeutige Besucher, die 717'300 Seiten aufgerufen haben. Die Besucher kamen vornehmlich aus Deutschland, Singapur, Polen, der Schweiz und Österreich. Der Server der Shark Foundation verzeichnete 102'400 Besuche mit 280'000 Seitenaufrufen. Die Besucher kamen vornehmlich aus den Singapur, USA, Polen, China und Deutschland. Klarer Spitzenreiter bei hai.ch und shark.ch war die Home-Page. Auf Platz 2 der am häufigsten besuchten Seiten war bei beiden Sprachvarianten die Datenbank-Suchseite nach Haien. Der Trend gegenüber 2019 war steigend. Auf hai.ch waren ca. 67% der Browser mobile Versionen, auf shark.ch immerhin 60%. Erstaunlich ist, dass im deutschsprachigen Raum mobile Zugriffe häufiger sind als im englischsprachigen und asiatischen Raum. Die neuen Web-Seiten der Stiftung sind im April 2021 online gegangen. Im Juli werden sie schrittweise die alten Seiten ersetzen. Wir erwarten mit den neuen Seiten, die für das Google Ranking, SEO und mobile Geräte optimiert sind, eine wesentlich bessere Internetpräsenz.


Administrativa



Finanzpolitik der Hai-Stiftung


Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet. Sie untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüschhaie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben.

Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.


Jahres- und Revisionsberichte 2019 - 2020

Jahresbericht 1998/1999

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