Die Welt der Haie
Hai Unfälle
Wir brauchen die Haie
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Die Welt der Haie

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Haie Gefahr

... aber es gibt nur 64 Unfälle mit Haien

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Sharks threatened
Unsere Ozeane brauchen die Haie

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Fortpflanzung bei Haien

Etwa 70% aller Haiarten bringen lebende Junge zur Welt, die restlichen Arten legen Eier. Die meisten Haiarten werden sehr spät geschlechtsreif, einige, wie die Dornhaie, erst nach weit über 10 Jahren. Einige Haiarten paaren sich das ganze Jahr über, andere bevorzugen bestimmte Jahreszeiten und Gegenden. Die Weibchen einiger Haiarten produzieren jedes Jahr Junge, andere wiederum legen regelmässige oder unregelmässige, mehrjährige Fortpflanzungspausen ein. Diese Vielfalt der Fortpflanzungsstrategien machte die Haie bis anhin so erfolgreich.

Doch als Jäger vermehren sich die Haie in der Regel viel langsamer als Knochenfische. Das wird ihnen heute zum Verhängnis. Viele Arten können die Verluste, die sie an allen Fronten erleiden, nicht mehr mit ihrem Nachwuchs kompensieren.

 

Paarung Ammenhaie Seapics

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Paarung

Paarung Ammenhaie Seapics
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Paarung Ammenhaie

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Klasper Ocearch
Klasper Ocearch
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Grosse Clasper eines Weissen Hais

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Alle Haie haben eine sichere, innere Befruchtung, während viele Knochenfische ihre Eier und Spermien ungeschützt ins Meerwasser abgeben.

Das Liebesspiel der Haie ist im allgemeinen eher ruppig. Für die Übertragung der Spermien müssen sie Bauch an Bauch liegen, was im Wasser nicht gerade einfach ist. Oft beisst sich das Männchen an den Brustflossen des Weibchens fest, um mehr Halt zu haben. Dort ist die Haut des Weibchens deshalb besonders fest und stabil. Ist das Männchen in Position, überträgt es mit einem seiner Klammerorgane oder Klasper ein Spermienpaket in die Kloake des Weibchens. Die grossen Klasper sind ein eindeutiges Merkmal männlicher Haie.

Bei einigen Haiarten kommt es zur Polyspermie, d.h., dass mehrere Männchen ein Weibchen begatten. Wann welche Spermien die Eier befruchten entscheidet dann das Weibchen.

In Aquarien wurde sogar Parthenogenese (Jungfernzeugung oder Eientwicklung ohne Spermium) beobachtet.

Schlüpfen Schwellhai Seapics

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Eierlegende Haie

Schlüpfen Schwellhai Seapics
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Schlüpfender Schwellhai

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Etwa 30% der Haie legen Eier. Die Eier sind länglich und von einer hornartigen, derben, oft interessant geformten Eikapsel umschlossen. Die Eikapseln haben fädige Auswüchse, die der Verankerung an Wasserpflanzen oder anderen Objekten dienen. In der Regel sind die Eier mit 5 bis 25 cm Länge recht gross. Sie enthalten viel Dotter und somit sind die Embryonen reichlich mit Nährstoffen versorgt. Die Jungtiere in gut geschützten, stabilen Eihüllen mit ausreichend Nährstoffen abzulegen, verkürzt die Zeit, die ein Haiweibchen trächtig ist.

Geburt Zitronenhai Seapics

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Lebendgebärende Haie

Geburt Zitronenhai Seapics
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Geburt eines Zitronenhais

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Etwa 70% aller Haie bringen voll entwickelte Junge zur Welt. Diese Entwicklung gleicht in vielen Aspekten der Fortpflanzung von Säugetieren. Die Eier werden im oberen Eileiterteil befruchtet und haben nur eine dünne Eikapsel. Die Weibchen behalten dann die sich entwickelnden Eier im erweiterten Endabschnitt des Eileiters zurück, der daher auch als Gebärmutter oder Uterus bezeichnet wird. Im schützenden Mutterleib entwickeln sich die Jungtiere und werden nach einer Tragzeit von 6 - 22 Monaten als selbständige Haie geboren. Die Geburtsgrösse liegt in der Regel zwischen 30 und 60 cm.

Baby Zitronenhai in Mangroven Shutterstock

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Brutpflege lohnt sich

Baby Zitronenhai in Mangroven Shutterstock
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Baby Zitronenhai in Mangroven

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Brutpflege


Bei lebendgebärenden Haien werden die Jungtiere grösser und kräftiger geboren als bei eierlegenden Arten. Während der Schwangerschaft waren sie im Mutterleib vor Fressfeinden, Konkurrenten und anderen Gefahren geschützt. Die lange Tragzeit und die späte Geschlechtsreife ergeben wenige Jungtiere pro Generation. Die hochspezialisierte, in der Evolution erfolgreiche Fortpflanzungsweise wird den Haien durch den Menschen und seinen Raubbau zum Verhängnis. Haie können die Verluste nicht mehr ausgleichen.

Kinderstuben

Die Hai-Kinderstuben bieten den Haibabys ein sicheres Zuhause und garantieren einen gut gedeckten Tisch. Viele der lebendgebärenden Hai bringen ihre Jungen zwischen den schützenden Wurzeln von Mangrovenwäldern zur Welt. Diese Kinderstuben bieten reichlich Verstecke vor hungrigen Räubern und Artgenossen. Da auch Knochenfische die Mangroven für den Schutz ihrer Jungen nutzen, gibt es für die Haibabys dort auch immer genügend Nahrung.

Doch die Mangrovengebiete gehen dramatisch zurück. In den letzten 20 Jahren sind 35% der weltweiten Mangrovenwälder vernichtet worden.

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