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Das SharkLab auf Bimini (Bahamas) bietet seit Jahrzehnten jungen Forschern die Möglichkeit, im Rahmen eines Bachelors, Masters oder einer Dissertation mit Haien zu arbeiten oder ein Praktikum zu machen. Speziell Zitronenhaie (Kinderstube), Tigerhaie und Hammerhaie werden oft in den Gewässern gesehen. Die Stiftung unterstützte 2 Forschungsarbeiten am SharkLab.

 

2015: Persönlichkeiten bei jungen Zitronenhaien (Dissertation, Universität Algarve, Portugal)

Junge Zitronenhaie in Bimini (Bahamas)
Junge Zitronenhaie in Bimini (Bahamas)
Photo © Cj Crooks

Junge Zitronenhaie in der Lagune von Bimini (Bahamas).

Photo © Cj Crooks


Ausgangslage

In Populationen von Tieren wurden in wissenschaftlichen Untersuchungen immer wieder grosse Unterschiede zwischen dem Individualverhalten festgestellt. Diese Unterschiede werden auf die "Persönlichkeit" von Individuen zurückgeführt. Eigenschaften einer Persönlichkeit dürfen sich über die Zeit und in unterschiedlichen Situationen per Definitionem nicht ändern.

Ziel der Untersuchung von Joffrey Baeyaert war, das Verhalten von einzelnen jungen Zitronenhaien auf die Ausbildung von Persönlichkeit hin zu analysieren. Als Mass für persönliche Unterschiede bzw. Persönlichkeiten wurden hierbei die Bewegungsmuster der jungen Zitronenhaie aufgezeichnet und statistisch analysiert. Zuerst wurden die jungen Haie in einem abgesteckten, komplexen Gehege in der Lagune ausgesetzt und ihre Bewegungen aufgenommen. Später wurden sie mit akustischen Sendern ausgestattet und ihre Bewegungsmuster in freier Natur während 8 Monaten aufgezeichnet.

Die Resultate waren erstaunlich. Zwischen den Bewegungen von Junghaien besteht ein massiver Unterschied, was auf einen individuellen Entscheidungsprozess schliessen lässt. Die Haie, die das Versuchsgehege am schnellsten und gründlichsten erkundet hatten, bewegten sich auch in der freien Wildbahn viel weiter. Das persönliche Rückzugsgebiet oder Home-Range der einzelnen Individuen in freier Wildbahn reichte von 86 bis 324 m², die Distanzen zum nächstgelegenen Ufer von 38 bis 155 m.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden auch signifikante individuellen Differenzen bei anderen Haiarten auftreten. Deshalb sollten diese grossen persönlichen Unterschiede in Zukunft auch bei anderen Untersuchungen berücksichtigt werden, wenn man Hai-Populationen effizient schützen möchte.

Die Untersuchung wurde als "Rapid Communication" in der wissenschaftlichen Zeitschrift Mer Méditerranée des CNRS und als Poster publiziert.


Administratives

Projektstatus:   2015 erfolgreich abgeschlossen.
Projektleitung: Joffrey Baeyaert
Unterstützung 2015: 1'600 CHF


 

2011 - 12: Ernährung junger Zitronenhaie (Masterarbeit, Universität Basel)

Junger Zitronenhai Lagune Bimini
Junger Zitronenhai Lagune Bimini
Photo © Charlotte Sams

Junger Zitronenhai in der Lagune von Bimini.

Photo © Charlotte Sams


Ausgangslage

Zitronenhaie nutzen die flache Lagune und die anschliessenden Mangrovengebiete von Süd-Bimini als Kinderstuben. Von ca. 2003 bis 2010 wurde im Norden der Lagune eine Mega-Ferienanlage gebaut, deren Bau einen grossen Teil der Mangrovengebiete und Seegraswiesen vernichtete. Die Untersuchung sollte aufzeigen, ob und welche Einflüsse die Zerstörungen und andere menschliche Einflüsse auf das Fressverhalten der jungen Zitronenhaie hat. Hilfreich für diese Untersuchung war, dass eine vergleichbare Untersuchung bereits von 2001 bis 2003, also vor dem Bau der Anlage, gemacht wurde. Diese Informationen wurden als Basis für die neue Untersuchung genommen und die damaligen Untersuchungsmethoden möglichst identisch nachvollzogen. Um sicher zu gehen, dass die oft stark verdauten Beutetiere auch korrekt identifiziert wurden, wurden molekularbiologische Identifikationsmethoden angewendet.

Für die Untersuchung wurde als Hypothese angenommen, dass sich durch den Bau der Anlage die Art-Zusammensetzung und Häufigkeit der Beute der Junghaie veränderte. Dies stellte sich als falsch heraus. Die 6 Hauptbeutearten konnten auch nach dem Bau in gleichen Mengenverhältnissen gefunden werden. Anhand der Mageninhalte der Junghaie wurde jedoch eine starke Veränderung ihres Fressverhaltens gegenüber früher festgestellt. Neben den bekannten Arten fanden sich neue, kleine Hochseearten, Hühnerknochen und Reste von Queen Conch - einem beliebten Meeresschnecken Gericht auf den Bahamas - in ihren Mägen.

Aas wie Hühnerknochen oder Queen Conch zu fressen ist energieeffizient für die jungen Zitronenhaie, denn sie müssen dafür nicht jagen. Andere Auswirkungen, die die Änderung des Nahrungsspektrums auf die Junghaie hat, sind jedoch unbekannt.

Die Resultate der Studie wurden in einem Poster am jährlichen Treffen der Amerikanischen Elasmobranchier Gesellschaft 2012 präsentiert.


Administratives

Projektstatus:   2012 erfolgreich abgeschlossen.
Projektleitung: Ornella Weideli
Unterstützung 2011 - 12: CHF 1'900 CHF


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